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Krankenhausentlassung in Neu-Isenburg: Entlassmanagement & Nachsorge

Ein Krankenhausaufenthalt nach einem Knochenbruch, Herzinfarkt oder einer schweren Operation endet oft mit der bangen Frage: Wie geht es zu Hause weiter? Wenn der Patient noch geschwächt ist, Verbandswechsel nötig sind oder das Treppensteigen schwerfällt, darf niemand unversorgt entlassen werden. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über das gesetzliche Entlassmanagement nach § 39 SGB V, die Sozialdienste der umliegenden Kliniken (Asklepios Langen, Sana Offenbach, Frankfurt) und die Überbrückungshilfen bis zur Genesung.

Der Tag der Entlassung kommt oft schneller als gedacht. Damit Angehörige nicht am Freitagnachmittag vor verschlossenen Praxen und ohne Pflegedienst dastehen, müssen die Weichen bereits während des Klinikaufenthalts gestellt werden.

Das gesetzliche Entlassmanagement (§ 39 Abs. 1a SGB V)

Krankenhäuser sind gesetzlich verpflichtet, für jeden Patienten einen individuellen Entlassplan zu erstellen und eine lückenlose Anschlussversorgung zu organisieren. Der Sozialdienst der Klinik ist hierfür die wichtigste Schnittstelle:

  • Direkte Verordnung durch den Klinikarzt: Krankenhausärzte dürfen für die ersten 7 Tage nach Entlassung häusliche Krankenpflege, Heilmittel (z. B. Physiotherapie) sowie notwendige Medikamente auf Rezept verordnen.
  • Hilfsmittelversorgung vorab: Benötigt der Patient ein Pflegebett, einen Rollstuhl oder Toilettenstuhl, muss die Klinik die Verordnung so rechtzeitig an das Sanitätshaus übermitteln, dass die Hilfsmittel bei der Ankunft zu Hause bereits im Zimmer stehen!
  • Eil-Begutachtung für Pflegegrad: Bei absehbarer dauerhafter Pflegebedürftigkeit stößt der Sozialdienst ein beschleunigtes Eilverfahren bei der Pflegekasse an.

Die Kliniken der Region und ihre Sozialdienste

Neu-Isenburger Bürgerinnen und Bürger werden meist in folgenden Kliniken versorgt:

Wichtige Kliniken im Einzugsgebiet:

  • Asklepios Klinik Langen: Röntgenstraße 20, 63225 Langen · Tel. 06103 912-0 · Zentrale Notaufnahme, zertifizierte Stroke Unit, Geriatrie und Alterstraumatologisches Zentrum (ATZ). Der Sozialdienst organisiert Reha-Anträge und Pflegeüberleitung.
  • Sana Klinikum Offenbach: Starkenburgring 66, 63069 Offenbach am Main · Tel. 069 8405-0 · Maximalversorger mit eigener Geriatrischer Fachklinik und erfahrenem Entlassmanagement.
  • Universitätsklinikum Frankfurt: Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt am Main · Tel. 069 6301-0 · Supramaximale Versorgung mit spezialisierten Sozialberatungen je Fachbereich.

Kurzzeitpflege & Übergangspflege im Krankenhaus

Ist eine Rückkehr in die eigene Wohnung vorübergehend noch ausgeschlossen (z. B. weil die Wohnung erst barrierefrei umgebaut werden muss oder Angehörige die Pflege erst organisieren müssen), stehen zwei Optionen offen:

Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI): Vorübergehender Aufenthalt in einem Pflegeheim (z. B. im Altenpflegeheim An den Platanen oder Am Erlenbach in Neu-Isenburg). Die Pflegekasse übernimmt die Pflegekosten bis zu 3.539 Euro aus dem Gemeinsamen Jahresbetrag.

Übergangspflege im Krankenhaus (§ 39e SGB V): Findet sich nachweislich kein freier Kurzzeitpflegeplatz in der Region, darf das Krankenhaus den Patienten bis zu 10 Tage über die medizinische Behandlungsnotwendigkeit hinaus im Krankenhausbett weiterpflegen und versorgen!

Checkliste für Angehörige: Die Tage vor der Entlassung

Vorbereitung zu Hause:

  • Sozialdienst kontaktieren: Bitten Sie gleich zu Beginn des Klinikaufenthalts um ein persönliches Gespräch mit dem Sozialdienst.
  • Pflegedienst beauftragen: Nehmen Sie frühzeitig Kontakt zu einem ambulanten Pflegedienst in Neu-Isenburg auf, um Termine und Kapazitäten abzusichern.
  • Medikamente für die ersten Tage: Stellen Sie sicher, dass der Patient bei der Entlassung einen bundeseinheitlichen Medikationsplan und Arzneimittel für mindestens das Wochenende mitbekommt.
  • Hausarzt informieren: Vereinbaren Sie für die Tage unmittelbar nach der Entlassung einen Kontrolltermin oder Hausbesuch beim Hausarzt.
  • Wohnung herrichten: Kühlschrank auffüllen, Heizung anstellen, Gehwege von Stolperfallen befreien und den Haustürschlüssel bereithalten.

Ihr nächster Schritt

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